So helfen wir mit inklusiven Projekten!
„Inklusive Projekte sind so wichtig für die Arbeit der Deutschen Kinderhospiz Dienste, weil sie alle Kinder, ob mit oder ohne Erkrankung beziehungsweise Beeinträchtigung zusammenbringen“, sagt Carmen Hillebrandt, Koordinatorin bei den Deutschen Kinderhospiz Diensten. „Sie ermöglichen ihnen Teilhabe in der Gemeinschaft, in der jede*r den Raum hat, so zu sein, wie er beziehungsweise sie ist, nämlich genau richtig.“
Zirkus der Vielfalt
Eines der ersten inklusiven Projekte, die die Deutschen Kinderhospiz Dienste an ihrem Standort in Dortmund vor Jahren ins Leben gerufen haben, ist der „Zirkus der Vielfalt!“. Bei diesem Zirkusprojekt in den Ferienzeiten können auch Kinder mit schwersten Erkrankungen an der Seite von gesunden Kindern – häufig Geschwister – nicht nur über sich hinauswachsen und Manegen-Luft schnuppern, sondern vor allem inklusive Gemeinschaft erleben, begleitet von Ehrenamtlichen und einer erfahrenen Zirkuspädagogin. Viele Kinder können dann zum ersten Mal überhaupt in ihrem Leben etwas Einmaliges sowie Nähe und Gemeinschaft erleben, gemeinsam mit anderen (gesunden) Kindern Zeit verbringen, Spaß haben, ihr Körpergefühl und ihren Körperausdruck weiterentwickeln und vor allem ihre Stärken entdecken. Außerdem können sie im „Zirkus der Vielfalt!“ mit Gleichaltrigen etwas Neues ausprobieren, was in ihrem normalen Alltag aufgrund ihrer schweren Erkrankung oder Behinderung oft schwierig ist. „Die Freude und die Begeisterung, mit der die Kinder sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten einbringen, beeindruckt mich immer wieder aufs Neue“, sagt Tina Zaporowski, die das inklusive Zirkusprojekt der Deutschen Kinderhospiz Dienste zum wiederholten Mal leitete.
Die integrative Kraft des Fußballs
Ein anderes inklusives Projekt, an dem die Deutschen Kinderhospiz Dienste 2024 erstmals teilhaben konnten, ist das Aktivwelten-Programm von Ingo Anderbrügge. Der einstige Fußballprofi und American-Football-Spieler beweist mit seinem sozialen Engagement die integrative Kraft des Fußballs beziehungsweise des Sports grundsätzlich. Regelmäßig lädt er Jungen und Mädchen mit und ohne Handicap ein, sich im Rahmen seiner Aktivwelten verschiedenen Herausforderungen zu stellen, ihre individuellen Stärken zu entdecken, neue Teamspiele auszuprobieren und einfach nur Stars zu sein. Die Kinder lernen in Teamspielen, ihre eigenen Stärken zu erkennen, aber auch die Stärken der anderen Kinder und Jugendlichen richtig einzusetzen. Denn nur als starkes Team können sie in den Aktivwelten erfolgreich sein. Dabei sind die Kinder und Jugendlichen, deren Erkrankung es zulässt, körperlich, alle gemeinsam aber auch mit dem Kopf gefragt und gefordert. „Denn Tugenden wie Respekt, Teamgeist und Fairness sind unerlässlich – beim Sport, aber auch abseits des Platzes“, sagt Ingo Anderbrügge.




