Löwenzahn feierte rauschendes Jahresfest

Mit großartigen Musikeinlagen und auch witzigen Aktionen feierte der Ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst Löwenzahn zusammen mit rund 300 Gästen und zeigte damit auch, wie viel Spaß die Arbeit allen Beteiligten macht. Die Pauluskirche bot am letzten Sonntag der Herbstferien 2019 ein passendes Ambiente für das rauschende Fest.

Volle Hütte in der Pauluskirche. Das Jahresfest von Löwenzahn feierte die Familien, die Ehrenamtlichen (zu erkennen an den orangen Tüchern), viele Spender und Interessierte.

Was macht ein Ambulanter Kinderhospizdienst überhaupt?

Der Ambulante Kinderhospizdienst Löwenzahn stellte seine Arbeit durch diejenigen vor, die sie tragen und die von ihr profitieren: Sunny Bieri erzählte im Gespräch mit Moderatorin Simke Strobler darüber, was sie in der Geschwistergruppe erlebt, ihre Mutter schilderte, was es für sie bedeutet, dass ein ehrenamtlicher Mitarbeiter regelmäßig einmal wöchentlich Zeit mit ihrem erkrankten Sohn verbringt.

Moderatorin Simke Strobler interviewte eine betroffene Mutter, Nicle Bieri, die Koordinatorin Dietlinde Eberts und die ehrenamtliche Mitarbeiterin Karin Mitzkus. (v.l.)

Löwenzahn-Ehrenamtliche Karin Mitzkus sagte, dass die wöchentliche Begleitung eines Kindes auch ihr persönlich viel gebe. Koordinatorin Dietlinde Eberts zeigte auf, dass es die Öffentlichkeitsarbeit in Schulen, Kindergärten und in Kliniken ist, die den Eltern den Weg zu Löwenzahn ebnet. 23 Kinder werden inzwischen von Löwenzahn begleitet, zusätzlich 12 in der Geschwistergruppe.

Clown Püppi begeisterte alle Altersklassen im Inennhof der Kirche.

Rauschendes Fest mit Clown Püppi, Spieleparcour und Buffet

Während das Bühnenprogramm in der Kirche lief, gab es draußen im Kirchhof für die Kinder Gelegenheit, alle möglichen Spiele und Turngeräte auszuprobieren. Clown Püppi begeisterte Klein und Groß mit einem vierzigminütigen Spaßprogramm im Außengelände. Währenddessen hatten die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer ein ausladendes Fingerfood-Buffet vorbereitet, das allen zur Verfügung stand.

Der neue Botschafter des AKHD Löwenzahn, Opernintendant Heribert Germeshausen, vorgestellt von Simke Strobler.
Dr. Ulrich Oesingmann (links), der schon fast ein Jahr im Einsatz ist als Botschafter für den AKHD Löwenzahn, begrüßte den neuen Botschafter-Kollegen, den Dortmunder Künstler Mathias Schubert.

Neue Botschafter: Heribert Germeshausen und Mathias Schubert

Auf der Bühne nahmen Opernintendant Heribert Germeshausen und Künstler Mathias Schubert von Sunny Bieri ihre Urkunden als neue Botschafter des Hospizdienstes in Empfang. Beide brachten zum Ausdruck, dass es ihnen ein Anliegen ist, Familien mit einem lebensverkürzend erkrankten Kind zu unterstützen. Zu Wort kam auch Dr. Ulrich Oesingmann, der bereits aktiv als Botschafter für Löwenzahn unterwegs ist. Er sagte, dass er sich in seiner Zeit als praktizierender Arzt einen solchen Dienst oft gewünscht hätte.

Das Westfälisch-Lippische Ärzteorchester unter Leitung von Andreas Weiß hatte in der Pauluskirche seinen ersten öffentlichen Auftritt.

Premiere: Erster Auftritt des Westfälisch-Lippischen Ärzteorchesters

Ein Highlight ist der Auftritt des Westfälisch-Lippischen Ärzteorchesters unter Leitung von Andreas Weiß, das sich 2018 gründete und nun zum ersten Mal öffentlich zu hören war. Die Ärzte spielten vier Stücke, den „Ungarischen Tanz“ von Brahms, „Can Can“, die Ouvertüre zu Orpheus von Jacques Offenbach, einen Tango und zum krönenden Abschluss „You`ll never walk alone“ – und zeigten, dass sie sowohl Tempo- als auch dynamische Wechsel beherrschen – ein Orchester, von dem sicher noch häufiger zu hören sein wird. Anna Lucia Struck, Sopranistin der Dortmunder Oper, begeisterte die 300 Zuhörer mit zwei Arien gleich am Anfang des Programms.

Anna Lucia Struck, Sopranistin der Jungen Oper Dortmund, begeisterte das Publikum mit zwei Arien.

Origineller Auftritt der „Bad Guys“

Einen gelungenen Überraschungsauftritt legten die „Bad Guys“ hin, als die Musikerin „Fidel Caro“ mit ihrer Gitarre die Bühne betrat. Sie hatte einige Mitsinglieder vorbereitet und wurde dann von den „Bösen Jungs“ unterstützt. Die „Bad Guys Are Doing Good“ sind die 501st Legion, verkleiden sich wie Figuren aus Star Wars und sorgen so für Heiterkeit beim Publikum. In der Pauluskirche hieß das, dass sie sich hinter „Fidel Caro“ postierten und alle Kinderlieder mit entsprechenden Gesten unterstützen. Anschließend gab es noch Gelegenheit für alle, sich mit den Bad Guys im Kirchhof ablichten zu lassen.

Fidel Caro lud ein zu Mitsing-Liedern. Die Macht war mit ihr in Gestalt der „Bad Guys Are Doing Good“, die in Star Wars Kostümen einmarschiert waren.